Das von den Grafen Hartmut und Otto von Kirchberg gestiftete Kloster wurde 1093 vom Konstanzer Bischof Gebhard III. geweiht. Die Partikel des heiligen Kreuzes vom Stifter werden noch heute in der Klosterkirche St. Martin aufbewahrt. Ein Großbrand
im Jahr 1271 zerstörte das durch Schenkungen und rechtliche Freiheiten
bedeutend gewordene Kloster in großem Maße, so dass ein Neubau unumgänglich
war. Die dadurch entstandenen finanziellen Schwierigkeiten hielten
jahrzehntelang an. Der Bauernkrieg führte das Kloster in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts an den Rand des Ruins. Unter dem Klostervogt Fugger, der das Kloster als Dauerlehen von Kaiser Maximilian I. erhalten hatte, entstand dennoch, mit Ausnahme der Kirche, ein kompletter Baukomplex, durch den das Kloster in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wieder zu Wohlstand kam. Mit dem
über 70 Jahre dauernden Bau der repräsentative Barockanlage wurde nach
der Ablösung der Fuggerschen Schutzherrschaft 1701/02 im Jahr 1714
begonnen. Der Neubau des Klosters orientierte sich am Schema des
spanischen Klosterschlosses El Escorial. Das Klausurgeviert wurde ab
1732 in einer zweiten Bauphase von Christian Wiedemann errichtet. Der
Nordflügel wurde nach Wiedemanns Tod im Jahr 1739 von dessen Sohn
Johann Rudolf fertiggestellt. Zehn Jahre später wurde von Baumeister
Johann Fischer der Bau des Osttraktes begonnen. Das
Kloster kam nach Säkularisation an das Königreich Württemberg. Danach
wurden wertvolle Teile der Münz- und Naturaliensammlung sowie der
Bibliothek nach Stuttgart gebracht, viele aber auch verkauft. Hinweis: Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen die jeweiligen Fotos im Großformat in einem separaten Fenster (Javascript muss aktiviert sein). Bitte dann ein klein wenig Zeit aufbringen, denn der Qualität wegen wurden die Fotos nicht stark komprimiert! |