Im Jahr 940 gründete der Welfengraf Heinrich in Altdorf im Tal ein Frauenkloster, das jedoch 1053 weder abbrannte. Kurz vor seinem Tod am 13.November 1055, verlegte Welf III. das Kloster auf den nahen Martinsberg, auf dem auch die frühere Pfarrkirche gestanden hatte. Der Pfarrkichenpatron St. Martin war nun Schutzherr des Klosters, dem dann Welf III. wegen der umliegenden Rebenpflanzungen des Namen "Weingarten" gab. Welf
IV. bestimmte das Kloster als Grablege seines Hauses und unterstellte es
1094 Rom. 1056 zogen vom nordwestlich von München liegenden
Welfenkloster Altomünster Mönche in Weingarten ein. Bereits
1684, also 31 Jahre vor dem Neubau, weilte der Einsiedler
Benediktinierbruder Kaspar Moosbrugger zu ersten Baubesprechungen in
Weingarten. Der Grundstein wurde dann am 22. August 1715 vom
päpstlichen Nuntius Jakob Carraccioli gelegt; die Kirchweihe fand am
10. September 1724 durch den Konstanzer Bischof Johann Franz Schenk von
Stauffenberg statt. Die
Basilika Weingarten wäre, wenn der Idealplan, der den imposantesten und
geschlossensten Plan aller deutschen Klosteranlagen darstellt,
ausgeführt worden wäre, das bedeutendste Barockkloster nördlich der
Alpen. Die Prälatur (im Ostbau der nördlichen Hälfte) sowie andere
Bauten vollendete ab dem Jahr 1740 Josef Schmutzer. An den Bauplänen
von Kaspar Moosbrugger arbeitete u.a. auch Frisoni. Die Benediktiner Abtei in Weingarten ist die längste Barockkirche Deutschlands, aber auch eine der raumstärksten und monumentalsten. Die Kirche ist Ausdruck des mächtigsten und reichsten schwäbischen Klosters. Hinweis: Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen die jeweiligen Fotos im Großformat in einem separaten Fenster (Javascript muss aktiviert sein). Bitte dann ein klein wenig Zeit aufbringen, denn der Qualität wegen wurden die Fotos nicht stark komprimiert! |