Der
Grundstein für das gotische Münster Unserer Lieben Frauen in
Ulm, das ursprünglich als dreischiffige und querschifflose Hallenkirche
mit einem Westturm und mit zwei Chortürmen geplant war, wurde im Jahr
1377 gelegt. Mitglieder
der Familie Parler wurden als Baumeister berufen. Diese
stellten den einschiffigen Chor und die Ostwand des Langbaus fertig. Nach dem Tod Ensingens führten Baumeister wie Hans u. Caspar Kun, Mathäus und Moritz Ensinger sowie Mathais Böblinger, der von 1474 bis 1494 Kirchenmeister war, dessen Werk weiter voran. Nachdem sich 1492 Risse im Turm zeigten und sich dieser zugleich zu senken begann, schon man, vollkommen zu unrecht, die Schuld dafür Mathias Böblinger in die Schuhe, obwohl die Schäden auf die ungenügende Fundamentierung Ulrich von Ensingens zurückzuführen war. Dieser Fehler Ensingens führte letztendlich dazu, dass Mathäus Böblinger von der Ulmer Bürgerschaft sogar aus der Stadt gejagt wurde. Burckhardt
Engelberg sicherte daraufhin den Turm, indem er die Fundamente
und die Pfeiler verstärkte. Außerdem unterteilte er in den Jahren
1502-1507 die beiden Seitenschiffe und deckte diese mit Netzgewölben.
Somit entstand eine Basilika mit fünf Schiffen. Ab 1845 baute man dann Strebepfeiler und Strebebögen. Außerdem wurden die Chortürme ausgebaut. Von 1880 bis 1890 wurden dann auch, nachdem die Fundamente abermals verstärkt wurden, der Hauptturm fertig gestellt. Das eindrucksvolle Chorgestühl wurde von Syrlin d.Ä. in den Jahren 1469 bis 1474 geschaffen. Das
Innere der fünfschiffigen Basilika weißt folgende Dimensionen auf:
123,55 m lang, 48,75 m breit, 41,6 bzw. in den Abseiten 20 m hoch. Im
15. Jahrhundert hätte die gesamte Einwohnerschaft Ulms und noch ein
paar Tausend dazu in der riesigen Basilika Platz gehabt! Die Turmspitze
ragt bis in eine Höhe von 161,53 Meter in den Himmel hinauf. 768 Stufen
führen auf den bis auf 143 Meter hoch begehbaren Turm. Hinweis: Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen die jeweiligen Fotos im Großformat in einem separaten Fenster (Javascript muss aktiviert sein). Bitte dann ein klein wenig Zeit aufbringen, denn der Qualität wegen wurden die Fotos nicht stark komprimiert! Bilder aus dem Fischerviertel |