Eine junge Ordensschwester aus dem Kloster Sießen namens Maria Innocentia Hummel (1909-1946) sorgte mit ihren weltbekannten Hummel-Bildern und Hummel-Figuren für einen großen Bekanntheitsgrad des Klosters. Dieser wird noch durch die Paramentenstickerei der Sießener Schwestern untermauert. Entstanden ist das Kloster Sießen im Jahr 1259, als Ritter Steinmar von Strahlegg den seit 1251 in Saulgau ansässigen Dominikanerinnen sein Anwesen Sießen vermachte. Die sechs Saulgauer Dominikanerinnen zogen am 14. Mai 1260 in das neu gegründete Kloster ein, das zu dieser Zeit aus dem ruinösen-, baufälligen- und vom Ritter selbst nicht mehr bewohnten Teil des Gebäudekomplexes sowie einer Pfarrkirche bestand. St. Marxen wurde das Kloster benannt. Die
Anerkennung des Ordens unter Augustinischer Regel erfolgte 1295 durch
Bischof Heinrich von Konstanz. Die Erhebung zu Dominikanerinnen des II.
Ordens wurde durch Bischof Nicolaus von Konstanz im Jahr 1339
vorgenommen. Unter
Priorin Maria Dominika Baizin erfolgten Ende des 17. Jahrhunderts
umfangreiche Baumaßnahmen. 1683-1685 wurde die Kirche barockisiert und
im Jahr 1687 das heutige "Forsthaus" errichtet. Nach
der Säkularisation kam das Kloster an den Fürsten von Thurn und Taxis,
1806 unter Württembergische Landeshoheit. Im Kloster Sießen sind die Handschriften so berühmter Künstler und Baumeister wie Dominikus und Johann Baptist Zimmermann, Zacharias Nußbaumer, Egidius Schnitzer, Franz Beer, Caspar Fuchs, Wolfram Köberl, Johann Georg Messmer, Matthias Zehender u. a. unverkennbar und allgegenwärtig. Hinweis: Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen die jeweiligen Fotos im Großformat in einem separaten Fenster (Javascript muss aktiviert sein). Bitte dann ein klein wenig Zeit aufbringen, denn der Qualität wegen wurden die Fotos nicht stark komprimiert! |