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Kloster NeresheimDas Kloster "Neresheim" finden Sie in Neresheim nahe der Stadt Heidenheim auf der Schwäbischen Alb (Straßenkarte).

Graf Hartmann von Dillingen und seine Gemahlin Adelheid von Kyburg stifteten das Chorherrenstift, das 1106 in eine Benediktinerabtei umgewandelt wurde, im Jahr 1095.

Die Abtei wurde im 13. Jahrhundert wegen des Streits zwischen Kaiser und Papst mehrmals ausgeraubt. Mönche leiteten ab Mitte des 15. Jahrhunderts eine Klosterschule, die im Jahr 1806 geschlossen wurde. Bis in diese Zeit reichen auch die ältesten Bestände der Bibliothek zurück.
Religionskriege im 16. und 17. Jahrhundert führten dazu, dass das Kloster mehrmals beschädigt wurde und letztendlich von 1694 bis 1714 einem kompletten barocken Neubau weichen musste.
Der in den Jahren 1747 bis 1792 nach den Plänen von Balthasar Neumann erbauten Klosterkirche zählt zu einer herausragenden Sehenswürdigkeit in Baden-Württemberg und als Kulturgut von europäischem Rang. Die sieben Kuppelmalereien wurden von 1770 bis 1775 vom Tiroler Maler Martin Knoller vorgenommen. Die Neresheimer Deckengemälde wurden im nachfolgenden Klassizismus nie mehr erreicht. Die barocke Orgel in der Kirche, die erst 1792 geweiht wurde, stammt von Johann Nepomuk Holzhay.

Der 1764 erfolgten Reichsunmittelbarkeit folgte 1803 die Säkularisation, bei der die Abtei und deren kompletter Besitz an die Fürsten von Thurn und Taxis überging.

Die Wiederbesiedelung des Klosters erfolgte erst wieder im Jahr 1919 durch Benediktinermönche aus Emaus/Prag und Beuron. Unter Papst Benedikt XV. erfolgte die Wiederrichtung der Abtei im Juni 1920, die dann in den Jahren 1966 bis 1975 unter Abt Johannes Kraus mit kräftiger Mithilfe des Landes, der Bevölkerung und des Klosters umfassend renoviert wurde. Die Wirtschaftsgebäude wurden zur Einrichtung eines Tagungs- und Gästehauses, des sogenannten Klosterhospiz, ab 1972 umfangreich erneuert.
Heute zählt das von Abt Stoffels geleitete Konvent 15 Mönche, davon 9 Priester.
Die Benediktinerabtei Neresheim liegt in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und gehört zur Beuroner Benediktinerkongregation.

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