Der Ritter Walter von Lomersheim stiftete im Jahr 1138 das Kloster in Eckenweiher, in das er dann selbst eintrat. Durch die Hilfe von Abt Ulrich vom Kloster Neuburg im Elsaß kamen unter der Führung von Abt Dieter zwölf Mönche und einige Laienbrüder in die Abtei. Da es an Wasser und Bausteinen fehlte, stellte sich der Platz bald als ungeeignet heraus. Deshalb wurden die Mönche im Jahr 1147 auf das zum Bistum gehörende Lehen Maulbronn versetzt. Das
unter der Obhut des Speyerer Bischofs stehende Kloster schuf über
nahezu vier Jahrhunderte Impulse, die nicht nur auf religiöse und
kulturelle, sondern auch auf wirtschaftliche und politische Faktoren
Einfluss hatten. Durch Fleiß, handwerkliches Können und durch eine überlegte
Planung der Zisterziensermönche wuchs das Kloster sehr rasch. Bereits
1178 konnte die Kirche, eine romanische Basilika, geweiht werden. Nach
vorausgegangener, siebenjähriger Belagerung durch Herzog Ulrich gehört
das Kloster, das seit der Stauferzeit unter dem Schutz des Kaisers
stand, ab dem Frühjahr 1504 zu Württemberg. Die Säkularisierung verhalf Herzog Ulrich zum Abbau seiner erheblichen Schulden. Zur Ausbildung von Pfarrern richtete Herzog Christoph von Württemberg eine Schule, seit 1806 Evangelisches Seminar, ein, die, bis auf eine Unterbrechung im Dreißigjährigen Krieg, noch heute im Kloster untergebracht ist. Das Kloster Maulbronn wurde 1993 in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen. Das akribisch angelegte Wassersystem, durch das die Umgebung von Maulbronn noch heute geprägt ist, und die zisterziensische Kultur spielten für die Aufnahme in die UNESCO-Liste eine große Rolle. Hinweis: Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen die jeweiligen Fotos im Großformat in einem separaten Fenster (Javascript muss aktiviert sein). Bitte dann ein klein wenig Zeit aufbringen, denn der Qualität wegen wurden die Fotos nicht stark komprimiert! |