Die
ehemals im Besitz der Grafen von Comburg befindliche Burg, auch
"Gralsburg" genannt, wurde vor 1078 von Graf Burkhard II. von
Comburg in ein Benediktinerkloster umgewandelt, dessen Klosterkirche im
Jahr 1088 geweiht wurde. Graf Burkhard wurde dann Mönch in seiner
eigenen Stiftung. Den berühmten
romanischen Radleuchter, der einen Durchmesser von 5 Metern aufweist und
somit der größte von lediglich drei in Deutschland bekannten
Radleuchtern ist, stiftete Abt Hartwig. Die Eberhardskapelle, die damals
wohl als Friedhofs- oder Reliquienkapelle diente, der Kreuzgang sowie
der Kapitelsaal stammen ebenfalls aus seiner Zeit. Die Umwandlung des
Klosters in ein adeliges Chorherrenstift erfolgte im Jahr 1488. Viele
Gebäude des Klosters wurden unter Propst Erasmus Neustetter (1551-1594)
um- oder neu erbaut. So z.B. die heute noch sichtbare und fast
vollkommen erhaltene Ringmauer mit Türmen und Rondellen. Dadurch
entstand dann auch der wehrhafte Charakter des Klosters. Wahrscheinlich
diente die Mauer mit Türmen nicht zum Schutz des Klosters, sondern
sollte vielmehr Neustetters Idee von der Errichtung einer
"Himmelsburg" in Anlehnung an das "himmlische
Jerusalem" entsprechen. Die Burg-Klosteranlage Comburg fiel zur Zeit der Säkularisierung im Jahr 1802 an Württemberg, das dann das Kloster als Ehreninvalidenheim für die württembergische Armee nutzte. Im 2. Weltkrieg diente das Kloster als Heimstätte der Hitler-Jugend, als Bildungsstätte für Bauhandwerker und Steinmetze sowie als Kriegsgefangenenlager. Die Staatliche Akademie für Lehrerfortbildung ist seit 1947 im Kloster untergebracht. Hinweis: Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen die jeweiligen Fotos im Großformat in einem separaten Fenster (Javascript muss aktiviert sein). Bitte dann ein klein wenig Zeit aufbringen, denn der Qualität wegen wurden die Fotos nicht stark komprimiert! |