Das
Ende des 12. Jahrhunderts von den Prämonstratensern geführte und später von
den Zisterziensern übernommene Kloster gehört zu den wichtigsten
Baudenkmälern im Ländle. Das Kloster wurde in den Jahren 1180 bis 1183 von Rudolf von Tübingen als Familiengrablege gegründet. Die Mönche des Prämonstratenserordens verließen jedoch schon wenige Jahre später wieder das Kloster. Zisterzienserabt Diepold bezog daraufhin mit 12 Brüdern im Jahr 1190 die von den Prämonstratensern errichteten Holzbauten. Nach dem das Kloster im 12. und 13. Jahrhundert intensiv ausgebaut wurde, stieg Bebenhausen zum reichsten Kloster Württembergs auf. Ende des 13. Jahrhunderts lebten zwischen 60 und 80 Chormönchen und 130 Laienbrüder in den Klostergebäuden. Die großen Besitztümer des Klosters reichten damals vom Zabergäu bis auf die Schwäbische Alb. Mit der Reformation begann jedoch der Abstieg. Herzog Ulrich von Württemberg setzte 1534 lutherische Prediger in alle Pfarreien und richtete gleichzeitig in Bebenhausen eine Klosterschule ein. Ende Dezember 1534 bewohnten deshalb gerade noch 36 Mönche, von denen lediglich die Hälfte evangelisch werden wollte, das Kloster. Die Schule zur Ausbildung evangelischer Pfarrer war ab 1536 im Kloster untergebracht. 1648 verließen die letzten Mönche das Kloster, nachdem sie es zuvor erheblich beschädigt hatten. Die
Säkularisation sowie die Aufhebung des Klosteramtes und der
Bebenhausener Schule waren die Gründe dafür, dass das ehemals so
reiche und bedeutende Kloster nach 1807 leer stand und verfiel. Das
Kloster war bis 1952 Landtagssitz von Württemberg-Hohenzollern und bis
1953 Oberlandesgericht. Die Forstdirektion Südwürttemberg-Hohenzollern
nutzt seit 1954 verschiedene Gebäude. Hinweis: Durch das Anklicken der nachfolgenden kleinen Vorschaubilder erscheinen die jeweiligen Fotos im Großformat in einem separaten Fenster (Javascript muss aktiviert sein). Bitte dann ein klein wenig Zeit aufbringen, denn der Qualität wegen wurden die Fotos nicht stark komprimiert! |